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Wohnen

Ersatzneubauten Wohngenossenschaft Riburg, Basel

Die 1945 gegründete Wohngenossenschaft Riburg liegt im ruhigen Basler Hirzbrunnenquartier und ist dort eine der grössten Grundeigentümerinnen. Sie besitzt insgesamt 59 Gebäude mit ca. 390 Wohnungen. Da viele Bauten dringenden Erneuerungsbedarf aufweisen und Sanierungen nicht mehr zielführend sind, veranstaltete die WG Riburg 2016 einen eingeladenen Wettbewerb zur langfristigen Erneuerungsstrategie. Aus diesem ging Burckhardt+Partner als Gewinner hervor. Aufgrund der Grösse des Perimeters und der Vorgabe der Bauherrschaft, die Erneuerung mieterfreundlich und sukzessive durchzuführen, beinhaltet der Projektbeitrag eine stadträumliche, strategisch-prozesshafte Komponente sowie einen konkreten Projektvorschlag für eine erste Bauetappe entlang der Riburgstrasse 3 – 13 (ältester Arealteil).

Bei der Erneuerung der Bausubstanz im Kerngebiet der Siedlung wird Wert daraufgelegt, den typischen Quartiercharakter mit den Zeilenbauten und den dazwischen liegenden Höfen zu wahren, auf geschickte Weise aufzuwerten und zu verdichten. Konkret sollen in der ersten Etappe, der Riburgstrasse 3 – 13, 59 statt bisher 36 Wohnungen entstehen. Mit einem Wohnungsmix von 2½ bis 5½ Zimmern werden unterschiedliche Bewohnende angesprochen. In der ersten Etappe liegt der Fokus jedoch auf Familienwohnungen und Wohnraum, der für ältere Personen geeignet ist. Kompakte Grundrisse mit zentral gelegenen Wohn- und Essräumen sowie flexibel nutzbaren Individualräumen bilden die Basis. Darüberhinaus strukturieren die fixen Elemente Bad und Reduit den Grundriss in Individual- und Gemeinschaftsbereiche. Korridore existieren in den Wohnungen nicht. Das Durchwohnen ist Grundprinzip der Wohnungen und ermöglicht – durch die Ausrichtung nach Osten und Westen – eine optimale Besonnung. Die sowohl zum Strassen- wie zum Hofraum orientierten Erker und Loggien lassen im Wohnungsinneren beide Aussenräume spürbar werden. Während die Wohnungen im Erdgeschoss zur Riburgstrasse hin private Gärten haben, entstehen im Hof gemeinschaftliche Grünräume: Begegnungsorte, die die Attraktivität des Aussenraums steigern und zur Belebung der Nachbarschaft beitragen.

Die Gebäude sind als Module konzipiert, welche variabel und flexibel kombinierbar sind. Auf diese Weise soll dem langen Realisierungshorizont und den sich währenddessen möglicherweise veränderten Bedürfnissen Rechnung getragen werden.

Bauherrschaft
Wohngenossenschaft Riburg, Basel

Zeitraum
2017 – 2020 (1. Etappe)

Auftrag 
Architektur, Generalplanung, Ausführung