Menu
Language
DE EN FR
burckhardtpartner

Forschung & Bildung

Neubau Laborgebäude für Advanced Spin Engineering, Kaiserslautern

Gemeinsam forschen steht im Mittelpunkt des Neubaus LASE, dem Laboratory for Advanced Spin Engineering an der TU Kaiserslautern. Forschende und Studierende aus den Bereichen Physik, Chemie und Ingenieurwissenschaften forschen zusammen in verschiedenen Laboreinheiten an der Spin-Forschung.

Städtebaulich wurde der Campus der Universität in den vergangenen 50 Jahren stets weiterentwickelt. Der neue Forschungsbau LASE fügt sich in Lage und Kubatur logisch in das Campusareal ein und vermittelt zwischen den verschiedenen Massstäben der bestehenden Bebauung. Der kompakte Baukörper entwickelt sich über zwei Geschosse, denen oben anteilig ein Staffelgeschoss aufgesetzt wurde. Durch diese Ausbildung des Bauvolumens wird die vorhandene Topografie auf dem Unigelände gut genutzt und es werden zwei Zugänge geboten. An der höher liegenden Gottlieb-Daimler-Strasse wird das Gebäude nur ein- bzw. zweigeschossiges Volumen wahrgenommen. Hier liegt der Eingang mit öffentlichem Vorplatz und als Adresse zur Stadt. Im Sockelgeschoss darunter liegt der Eingang auf der Campusebene. Hier tritt der Neubau als ein- bzw. dreigeschossiges Gebäude in Erscheinung. 

Im Gebäudeinneren sind verschiedene forschungsspezifische Laborplattformen räumlich unter einem Dach konzentriert. Dadurch wird die gemeinsame und effiziente Nutzung von Forschungsapparaturen in stringenten Bearbeitungsketten ermöglicht.

Die einzelnen Laboreinheiten wurden als geschlossene Kerne gestaltet. Umgeben sind die kompakten Volumen von offenen Fluren und Kommunikationszonen, die im Erdgeschoss jeweils an einen der Innenhöfe angebunden sind. So fällt natürliches Licht bis weit ins Innere des Gebäudes ein. Die offenen Bereiche erhalten dadurch eine hohe Aufenthaltsqualität und dienen ganz beiläufig dem Informationsaustausch zwischen den einzelnen Disziplinen. Somit werden die Forschungsinhalte und -ergebnisse transparent und für alle zugänglich. Auch die Konferenzbereiche grenzen jeweils an die innen liegenden Aussenräume.

Materialwahl und Farbgestaltung dienen innerhalb des Gebäudes zur Orientierung: Sichtbeton = Labor, weiss = Büro.

Prägnant ist die helle Erscheinung des Forschungsbaus. Die Fassaden aus grossen Betonfertigteilen sind durch das Fugenbild strukturiert, das horizontal an den liegenden Fensterbänder ausgerichtet wurde. Zeigt sich das Gebäude in seiner Fernwirkung eher monolithisch, offenbart es aus der Nähe betrachtet feine Details. An den Gebäudeecken sind die Kanten der 15 cm starken Betonelemente sorgfältig auf Gehrung gearbeitet.

Die offenen und geschlossenen Abschnitte der Fassade zeichnen die innere Gebäudestruktur nach und machen die Grundrissaufteilung nach aussen sichtbar. Die Fassade zur Campuswiese deutet zwei Kennzeichen des ‘High-Tech-Baus’ an. Üblicherweise gut versteckt wird im unteren Bereich über Metalllamellen die Lüftungszentrale des grossen Technikbereich angedeutet. Mittig, mit einem Rücksprung in der Fassade, einer offenen Loggia, ist der öffentliche Konferenzbereich mit seinem grosszügigem Vorbereich kenntlich gemacht, ähnlich einem grossen Schaufenster.

Mit dem LASE ist für die TU Kaiserslautern ein Ort für konzentrierte Lehre und Forschung und den offenen, interdisziplinären und akademischen Austausch entstanden und ein neues Zentrum für die internationale Spin-Forschung.

Bauherrschaft
Land Rheinland-Pfalz vertreten durch Landesbetrieb LBB

Zeitraum
2015 – 2022

Fotograf
Florian Holzherr