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Forschung & Bildung

Neubau Schulanlage Fröschmatt in Pratteln

Der Siegerentwurf aus einem offenen und anonymen Wettbewerb sieht die Erneuerung der Schulanlage Fröschmatt in Pratteln bei Basel vor. Das Gebäude versteht sich als architektonische Antwort auf den Wandel des Schul- und Bildungswesens und sich verändernde Lernformen. Die künftige Sekundarschule überzeugt mit einem flexiblen Raumkonzept und grosser Grünanlage und stellt einen Mehrwert für die Lernenden und das gesamte Quartier dar. Eine Besonderheit des Gebäudes sind grosszügige Lernlandschaften, die als Open-Space-Bereich konzipiert sind und bisherige konventionelle Klassenräume ersetzen. Als Ergänzung dazu ermöglichen benachbarte Bereiche optional Frontalunterricht im kleinen Rahmen. Die Räume können, je nach Anforderung, flexibel als Klassen- und Gruppenraum genutzt werden.

Für den ehemaligen Industriestandort Pratteln, der sich mehr und mehr zu einem attraktiven Subzentrum mit hoher Wohn- und Lebensqualität entwickelt, stellt darüber hinaus die Gestaltung eines dynamischen und parkartigen Aussenraums eine Aufwertung dar: Ein Schulgarten ermöglicht dezentral unterschiedliche Aktivitäten und wird zum sozialen und kommunikativen Treffpunkt. In Verbindung mit einem grünen Klassenzimmer ist hier praktische Umweltbildung möglich. Ebenfalls im Aussenbereich und auf dem Dach der Turnhalle fördert ein multifunktionales Spiel- und Sportangebot die Aktivität und Entwicklung der Lernenden.Insgesamt werden zwei Gebäude realisiert: Das sechsgeschossige Haupthaus als langgezogener und kompakter Baukörper ist Namensgeber für das Projekt «Lungo». Im Erdgeschoss fördert ein halböffentlicher Begegnungsboulevard, der zu allen Himmelsrichtungen mit dem umliegenden Garten verbunden ist, die Kommunikation und den Austausch der Schüler. In den vier Obergeschossen wird man der geforderten Erweiterung auf insgesamt 36 Klassen gerecht. Verwaltungsräume, Mediathek und Räume für den Förderunterricht befinden sich im Dachgeschoss. Das Nebengebäude mit den Sporthallen ist als Holzpavillon konzipiert.

Das Gebäude reiht sich selbstverständlich in die angrenzende Bebauungstypologie der Zeilenbauten ein. In seiner Grösse und Dimension verweist es auf die heutigen grossformatigen Industrie- und Produktionshallen. Die Fassade aus vorgefertigten Holzmodulen mit feinem Licht-Schatten-Spiel lässt das Gebäude wiederum leicht wirken. Hier gelingt der bewusste Stilbruch zum grossmassstäblichen Charakter des Hauses. Durch die Aneinanderreihung von Grundmodulen lässt sich das Schulhaus leicht erweitern oder im Falle einer Schulverkleinerung ohne räumliche Abtrennung zu einem möglichen Zweit- oder Drittnutzer realisieren.Das Neubauprojekt soll den Anforderungen nach Minergie-P-ECO gerecht werden und den Standard SNBS Gold erreichen.

Bauherrschaft

Bau- und Umweltschutzdirektion Kanton Basel-Landschaft

Visualisierungen

Atelier Loidl Landschaftsarchitekten/ Burckhardt+Partner

Zeitraum

2021-2022